Du möchtest dein Kind mit einer sportlichen und zugleich entspannenden Aktivität im eigenen Garten überraschen und überlegst deshalb, ein Trampolin anzuschaffen. Dann ist es sinnvoll, zunächst einen Schritt zurückzutreten und einige wichtige Aspekte rund um Trampoline genauer unter die Lupe zu nehmen.
Mit den Informationen in diesem Artikel bereitest du dich bestmöglich auf den Kauf und die Installation des passenden Trampolins für deinen Garten vor!
Allgemeine platzbestimmende Faktoren bei einem Trampolin im Garten
Um möglichst detailliert auf die Abstände rund um Trampoline einzugehen, teilen wir das Thema in mehrere Bereiche auf und geben ein Rechenbeispiel dazu, wie viel Platz ein Trampolin in der Praxis benötigt.
Faktor 1: Die Größe des Trampolins selbst
Wenn du dich unter den angebotenen Trampolinen umsiehst, solltest du wissen, dass die angegebene Größe IMMER das Außenmaß betrifft. Gemeint ist also die Größe des Rahmens, einschließlich Federn, Schutzrand und Sprungtuch. Der Schutzrand, der aus Sicherheitsgründen über den Federn liegt, nimmt schnell etwa 20 cm ein.
Das bedeutet, dass sich auf beiden Seiten des Sprungtuchs ein Schutzrand befindet und von einer Sprungfläche von 180 cm ungefähr 140 cm übrig bleiben. Wenn du in deinem Garten nicht durch Quadratmeter oder eine bestimmte Gartenbreite eingeschränkt bist, ist es ratsam, mindestens ein Trampolin mit 250 cm Durchmesser zu wählen.
Faktor 2: Die Sicherheitszone rund um das Trampolin
Sicheres Trampolinspringen und das Vermeiden schwerer Unfälle bei einer falschen Landung bedeuten, dass rund um das Trampolin eine Sicherheitszone eingerichtet werden sollte. Im Durchschnitt solltest du am besten mit 1,5 bis 2 Metern freier Zone rund um das Trampolin rechnen – unabhängig davon, ob es sich um ein rundes oder rechteckiges Trampolin handelt.
Diese Sicherheitszone muss frei von allen Hindernissen sein. Keine Stühle, um aus nächster Nähe zuzusehen, wie die Enkelkinder besonders hoch springen oder einen Salto machen. Keine Pflanzen mit scharfen Dornen. Kein anderes Spielzeug. Keine herumlaufenden Haustiere oder kleineren Kinder, die nicht auf das Trampolin dürfen.
Ein Sicherheitsnetz kann zwar einen Teil eines missglückten Sprungs auffangen – dieses solltest du also auf jeden Fall montieren –, aber zur Sicherheit ist die freie Zone rundherum trotzdem wirklich notwendig. Das ist sicherer für alle auf und um das Trampolin herum.
Faktor 3: Der Abstand des Trampolins zu Hindernissen und anderen Gartenelementen
Dieser Faktor ist etwas schwieriger als die beiden zuvor genannten. Er erfordert nämlich eine visuelle Kontrolle deines aktuellen Gartens und eine realistische Einschätzung des Wachstumspotenzials von Bäumen, Sträuchern und anderen Elementen in deinem Garten.
Praktischer Ansatz: Hindernisse und wichtige Elemente erfassen
Gehe in deinen Garten und erfasse alle Dinge, die das Aufstellen eines Trampolins behindern könnten: zum Beispiel überhängende Äste aus dem Garten der Nachbarn oder entlang der öffentlichen Straße, die Dachkante eines Gartenhauses, eine vollständig ausgefahrene Markise oder der Steg am Teich.
Sieh dir an, welche Bepflanzung du in deinem Garten und direkt außerhalb davon hast, und analysiere, wie schnell sie wächst und somit eine Gefahr beim Springen auf dem Trampolin darstellen könnte.
Halte alle Hindernisse und Elemente, die du berücksichtigen musst, am besten schriftlich fest. So kannst du eine klare und endgültige maximale Größe für dein Trampolin ermitteln.
Rechenbeispiel: Platzbedarf und Standort des Trampolins im Garten
Zugegeben: Wenn du im Außenbereich wohnst oder einfach einen riesigen Garten mit großer Rasenfläche hast, ist die Wahl eines Trampolins natürlich deutlich einfacher. Dann musst du nur das Alter der springenden Person und die Art des Trampolins berücksichtigen – also inground oder oberirdisch. Und du wählst ein Trampolin, das in dein Budget passt.
Für Menschen ohne unbegrenzt viele Quadratmeter wird es jedoch zur Maßarbeit. Ein Beispiel:
Dein Garten hinter dem Haus hat eine Größe von 6 mal 10 Metern. Direkt hinter der Hintertür liegt eine befestigte Terrasse mit 3 Metern Tiefe. Damit bleiben von den 10 Metern Tiefe noch 7 Meter übrig. Du hast auf beiden Seiten eine hölzerne Grundstücksabgrenzung zu den Nachbarn und hinten ein Gartentor. Von den 6 Metern Breite ziehst du 2 × 1,5 Meter für die Sicherheitszone ab. Damit bleiben 3 Meter Breite übrig.
Das Gartentor an der Rückseite befindet sich in der Ecke, wodurch es außerhalb der Sicherheitszone eines runden Trampolins liegen würde. Es kann einfach geöffnet werden und stellt beim Springen keine Gefahr dar. Bei einem runden Trampolin mit einem Durchmesser von 3 Metern kannst du es etwas weiter nach vorne, also näher an die Terrasse, oder etwas weiter nach hinten, also näher an die hintere Grundstücksgrenze und das Tor, in deinem Garten aufbauen.
Hast du jedoch die Anschaffung eines rechteckigen Trampolins im Blick, musst du dieses Tor sehr wohl berücksichtigen. Von den zuvor berechneten 7 Metern Tiefe bleiben dann 6 Meter übrig, also abzüglich 1 Meter für das Tor, und in der Länge bleiben 4 Meter übrig: 7 Meter minus 2 × 1,5 Meter Sicherheitszone auf beiden Seiten. Ein rechteckiges Trampolin darf in dieser Situation also maximal 4 mal 3 Meter groß sein.
Möchtest du wirklich die maximale Fläche deines Trampolins nutzen, solltest du beim obigen Rechenbeispiel berücksichtigen, dass die Sicherheitszone außerhalb der Nutzungszeiten des Trampolins auch als Durchgangsbereich dienen kann, zum Beispiel um Einkäufe oder andere Dinge durch das Gartentor ins Haus zu bringen.
Der Platzunterschied zwischen runden und rechteckigen Trampolinen
Ein rundes Trampolin scheint manchmal weniger praktisch zu platzieren zu sein als ein rechteckiges Trampolin. Durch die Rundung fühlt es sich so an, als würde man im Vergleich zu einem rechteckigen Trampolin mit gleichem Durchmesser Quadratmeter an Sprungfläche verlieren.
Denke jedoch auch an die folgenden Aspekte:
Runde und ovale Trampoline sorgen dafür, dass die springende Person automatisch eher aus der Mitte heraus springt. Das Sprungtuch fordert gewissermaßen dazu auf, zentriert zu springen. Wer nach der Landung eines Sprungs an der Seite aufkommt, bewegt sich letztlich doch wieder in Richtung Mitte. Dadurch sind runde und ovale Trampoline besser für junge oder unerfahrene Trampolinspringer geeignet, weil sie automatisch für ein höheres Maß an Sicherheit sorgen.
Quadratische und rechteckige Trampoline haben ein Sprungtuch, das aufgrund dieser Konstruktion mehr Federkraft aufnehmen kann, wodurch kraftvollere Sprünge möglich sind. Vor allem erfahrene Trampolinspringer profitieren davon, denn dadurch hast du während deiner Sprungeinheit mehr Kontrolle. Springst du häufig oder möchtest du viele verschiedene Sprünge üben? Dann ist ein rechteckiges Trampolin empfehlenswert.
Der Untergrund des Trampolins im Garten
Der Boden ist auf zwei Arten wichtig:
● Wenn du dich für ein inground Trampolin entscheidest, muss ein Loch im Garten gegraben werden, in das die Größe des Trampolins passt.
● Wenn du dich für ein Trampolin auf Beinen, also oberirdisch, entscheidest, muss der Untergrund stabil genug sein, um das Gewicht des Trampolins einschließlich der springenden Personen zu tragen.
Für beide Situationen gilt, dass ein Garten direkt am Wasser problematisch für ein Trampolin sein kann. Die Bodenart könnte nämlich dazu führen, dass die Beine einsinken oder das ausgehobene Loch bei starkem Regen oder Überschwemmung einstürzt. Auch sehr sandiger Boden kann solche Probleme verursachen. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, einen Gummiuntergrund, wie man ihn von Spielplätzen kennt, zu verlegen, der ausreichend Stabilität bietet, um das Trampolin zu tragen.
Folgen der Bodenart und deine Wahl für eine Trampolinart
Ein inground Trampolin wirkt deutlich ruhiger und harmonischer, wenn du in den Garten blickst und das Trampolin zum Beispiel nicht im zweiten Teil des Gartens hinter einer Hecke steht. Diese Art von Trampolin möchtest du am liebsten näher am Küchenfenster oder an der Terrasse haben, damit du beim Trampolinspringen ein wenig den Überblick behalten kannst. Außerdem solltest du die Fläche unter dem Trampolin regelmäßig von Unkraut befreien und die Wand des ausgehobenen Lochs gut kontrollieren.
Ein Trampolin mit einem Rahmen, der oberirdisch steht, lässt sich hingegen jede Saison viel einfacher aufbauen und vor dem Winter wieder abbauen. Das ist praktisch, wenn dein Kind und seine Freundinnen und Freunde nicht mehr draußen spielen. Es ist aber auch hilfreich, wenn das Wetter umschlägt oder du deinen Garten einmal für etwas anderes nutzen möchtest.
Kommunionfeiern, Geburtstage und andere Festlichkeiten sind in einem großen Garten mit Trampolin für die jungen Gäste wunderbar. Bei begrenztem Platz im Garten räumst du das Trampolin jedoch lieber weg, um zum Beispiel Platz für eine Zapfanlage oder eine kleine Tanzfläche zu schaffen.
Kurz gesagt
Sieh dir deinen Garten, seine Größe sowie die Hindernisse oder festen Elemente an, an denen du nicht vorbeikommst. Miss aus, welcher Platz für Trampolin und Sicherheitszone übrig bleibt. Stimme darauf die Größe und Form deines Trampolins ab!

